Energiesparen verständlich
Fremdsprachige Flyer helfen GEWOBA-Mietern beim Klimaschutz
Nebenkosten sparen und gleichzeitig dem Klima etwas Gutes tun – das klingt für jeden Mieter gut. Doch um Energiespartipps im Alltag richtig umsetzen zu können, müssen sie zunächst verstanden werden. Inhaltlich ist das selten ein Problem, sprachlich schon eher: Fremdsprachige Mieter sind mit deutschsprachigen Broschüren zum Energiesparen schnell überfordert. Die Bremer Wohnungsgesellschaft GEWOBA hat gemeinsam mit der Klimaschutzagentur energiekonsens und der Bremer Umweltberatung für dieses Problem eine Lösung entwickelt: Flyer mit Hinweisen zur klimafreundlichen Haushaltsführung wurden in acht Sprachen übersetzt. Arabisch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Serbokroatisch, Türkisch und Vietnamesisch sind die Sprachen, in denen die neuen Flyer zum umweltfreundlichen Verhalten im Alltag jetzt vorliegen. Bei den derzeit laufenden EnergieSparChecks in Bremen-Kattenturm kommen sie erstmals zum Einsatz.
Seit Dezember 2010 bietet die GEWOBA gemeinsam mit energiekonsens diese kostenlosen Mieter-Beratungen an, in denen Energieverbrauche ermittelt und Sparmöglichkeiten im Haushalt identifiziert werden. „Erfahrungen zeigen, dass jeder Haushalt in der Lage ist, jährlich bis zu 300 Kilogramm CO2 und 130 Euro zu sparen“, berichtet Martin Grocholl, Geschäftsführer von energiekonsens. „Hochgerechnet auf alle 41.000 GEWOBA-Haushalte könnte ein enorm positiver Effekt für den Klimaschutz erreicht werden.“
Damit dies tatsächlich gelingt, müssen Hemmschwellen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, so niedrig wie möglich gehalten werden. „Dazu gehört es auch, Menschen Informationen in der Sprache anzubieten, die sie am besten verstehen“, erläutert Peter Stubbe, Vorstandsvorsitzender der GEWOBA. „Wenn wir es Menschen mit Migrationshintergrund leicht machen, unser Anliegen und unsere Alltagstipps nachzuvollziehen, haben wir eine große Zahl zusätzlicher Klimaschützer gewonnen.“ Auch bei der Auswahl der Energiesparhelfer, die als Berater mit den Mietern sprechen, wurde dies berücksichtigt: „Unter den sieben Energiesparhelfern gibt es zwei, die russisch beziehungsweise serbisch sprechen“, so Stubbe weiter.
Die Flyer gibt es online unter „Publikationen“ zum Download.



































